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FAQ | Schenkökonomie.org

FAQ

  • Wie können wir die Schenkökonomie real umsetzen?

    Indem wir einfach anfangen, zu schenken.

    Man darf die Vorbildwirkung von Großzügigkeit nicht unterschätzen. Indem wir Eigentum nicht mehr so ernst nehmen und uns bewusst machen, dass alles ein Geschenk der Erde ist! Nicht „wir“ wollen sie umsetzen, sondern sie wird von einer wachsenden Menge Menschen aus eigenem Entschluss gelebt werden.

     

    Schenkökonomie kann nicht durch eine neu gewählte Regierung per Gesetz verordnet werden, auch nicht durch eine Revolution, wie die Planwirtschaft im realen Sozialismus. Sie wird von den Menschen auf Grundlage einer freien Entscheidung und eigener Lebenseinstellung praktiziert. Wir wollen daher vorerst die Schenkökonomie und damit verbundene Konsequenzen bewusst machen. Viele Generationen wurden von klein auf zu „marktwirtschaftlichem Denken“ erzogen und haben den Glauben an das Geld und an das egoistische Streben nach finanziellem Reichtum verinnerlicht. Nur ein eigenständiges Hinterfragen dieser Prinzipien, und die Suche nach dem wahren Selbst können die Menschen für einen Wandel öffnen.

    Neben dem allgemeinen Wertewandel sehen wir zwei Wege für eine praktische Umsetzung der Schenkökonomie:

    1; Kleine Gruppen von Menschen können sich zu Kommunen zusammen schließen, und intern Schenkökonomie praktizieren. Bei einer Gruppe von ca. 200 Personen können rein quantitativ vermutlich rund 90% der Bedürfnisse abgedeckt werden (Nahrung , Unterkunft, einfache Reparaturen , einfache Schulbildung und Medizinische Versorgung, Sport, Unterhaltung, etc..) die restlichen Produkte müssten von außen noch zugekauft werden, mit Mitteln aus Erlösen welche die Kommune durch den Export von Dienstleistungen und Waren nach außen erzielt. Mehrere Kommunen mit unterschiedlichem speziellen Leistungsangebot können sich aber für einen Austausch auf Schenkbasis vernetzen, sodass das Spektrum an verfügbaren Waren und Dienstleistungen immer größer wird, bis schließlich die gesamte Menschheit von einem Schenknetzwerk umspannt sein könnte.

    2; Der zweite Weg auf breiter Ebene: Die Menschen verbleiben zunächst in der Marktwirtschaft in ihrer normalen Lohnarbeit und bezahlen für den größeren Teil ihres Konsums. Nebenher sind Sie aber in Schenknetzwerken auf verschiedenen Ebene tätig. Aktuelle Beispiele hierfür sind z.B: unentgeltliche Verbreitung von Freeware, Literatur und Musik im WWW, ehrenamtliche Tätigkeiten, verschenken nicht mehr benötigter Dinge (Bücher, Tonträger, Spielzeug, Kleidung, etc..) Natürlich haben zu Anfang Erwerbstätige und in einem geringem Ausmaß Kapazität unentgeltliche Arbeit zu leisten, oder Güter zu verschenken, für die sie zuvor bezahlen mussten. Aber sobald sich zeigt dass man in solchen Schenknetzwerken nicht bloß an Bedürftige geben kann und bloß virtuelle Produkte aus dem WWW beziehen kann, sondern auch konkrete benötigte Waren, kann der Anteil der Schenkwirtschaft zunehmend den marktwirtschaftlichen Anteil verdrängen. Wir haben keinen genauen Bauplan für den Übergang zur Schenkökonomie, nach welchem Andere verfahren sollen. Vielmehr sollten viele tausende und Millionen Menschen durch ihre Initiative und Kreativität an der Umsetzung mitwirken.

  • Wenn die Leute alles geschenkt bekommen, würden dann nicht einige zu viel nehmen?

    In einer Gesellschaft, in welcher Geld und Besitz zu den wichtigsten Faktoren für soziales Prestige gehören, ist der Anreiz, sich mehr zu nehmen als alle anderen, und mehr als man braucht tatsächlich groß. In einer Schenkökonomie ist aber geschenkter Besitz nicht mit sozialem Prestige verbunden. Hier haben vor allem jene Prestige, die viel für andere tun und geben, und nicht jene, die viel besitzen. Zudem ist Besitz zugleich auch eine Belastung.

     

    Wer in einer Schenkökonomie einen 30 Zimmer Palast für sich beanspruchen möchte, würde kein finanziell bedürftiges Hauspersonal finden, und wäre mit der Instandhaltung einer solchen Immobilie aus eigener Kraft überfordert. Auch wäre es nicht möglich, durch die Überlassung nicht genutzter Gebäudeteile Mieteinkünfte zu erzielen. Folglich würde ein jeder freiwillig nur soviel für sich beanspruchen wie er/sie selbst nutzen und bewirtschaften kann.

  • Ist der Mensch nicht zu gierig und egoistisch?

    In unserer heutigen Zivilisation herrscht die Meinung vor, das die Menschen von Natur zu schlecht, böse, gierig, faul, etc… wären, um ohne Zwänge friedlich koexistieren zu können. Deshalb haben die heute dominierenden Kulturen folgende Zwänge zur Kontrolle der Menschen hervorgebracht:

     

    1; Äußere Kontrolle durch Staatsgewalt und Gesetz

     

    2; Innere Kontrolle durch Ideologie, religiöse Gebote und Götter

     

    3; wirtschaftliche Zwänge, durch Geld und exklusives Eigentum

     

    Sämtliche andere (nicht vom Menschen domestizierte) Lebensformen kommen allerdings seit Millionen Jahren ohne solche Zwänge aus. Sollte der Mensch die einzige Spezies auf diesem Planeten sein, die zu „böse“ ist um frei und selbstbestimmt leben zu können? Wenn dies der Fall wäre müssten wir den Homo sapiens als Fehlentwicklung der Evolution betrachten. Weiters widerspricht der Egoismus nicht der Schenkökonomie. Wenn man erkennt, dass von einer solchen Wirtschaftsform alle profitieren, so ist es nur logisch, sich auch ihr anzuschließen und selber davon zu profitieren.

     

    Als Anhänger der Schenkökonomie sehen wir hingegen die Befreiung des Menschen von diesen unnatürlichen (von wiederum Menschen erdachten) ökonomischen Zwängen als Chance, dass der Mensch in selbstbestimmter Lebensweise seine guten Anlagen entfalten kann. Sollten wirklich Gier und Egoismus die vorherrschende menschliche Eigenschaft sein, so muss man sich bewusst machen, dass Menschen sich ändern können und ihre Verhaltensmuster nicht in Stein gemeißelt sind.

  • Schenkökonomie ist doch Kommunismus, und der funktioniert nicht?!

    Schenkökonomie hat mit Kommunismus nur sehr wenig gemeinsam. Im Kommunismus regelt eine privilegierte Minderheit von Vertretern des Staates, wer was zu arbeiten und zu produzieren hat, und wer davon wie viel bekommt. Ein selbstbestimmtes Arbeiten und Leben ist daher nur eingeschränkt möglich. In der Schenkökonomie sind jedoch alle frei zu geben und zu nehmen wie sie es jeweils für richtig halten. Das Netz sozialer Sicherheit entsteht somit auf Grundlage des Mitgefühls für die Mitmenschen und nicht durch staatlichen Zwang. Außerdem muss für die Schenkökonomie Privateigentum an Produktionsmitteln nicht unbedingt abgeschafft werden, wie dies im realen Kommunismus der Fall war.

  • Wo wäre ohne Geld der Anreiz, mehr zu leisten als der Durchschnitt?

    Besonders begabte Menschen brauchen keinen finanziellen Anreiz um großartiges zu leisten, solange sie dabei selbstbestimmt tätig sein können und nicht ihre Arbeit fremden Zielen unterordnen müssen, die den eigenen widersprechen. Zahlreiche Künstler, Forscher, Sportler usw. sind hierfür Beweis, die sogar oft unter großen finanziellen Entbehrungen Großartiges vollbracht haben. Da diese in einer Schenkökonomie von finanziellen Belangen und Sorgen befreit wären, könnten diese somit ihre Talente umso besser entfalten.

  • Würde es nicht genügen, Geld einfach gerechter zu verteilen?

    Bei Beibehaltung von Marktwirtschaft und Geld kommt es in der Praxis immer zu ungleicher Verteilung der Vermögen. Dem versucht der Staat mit geringem Erfolg durch erzwungene Umverteilung entgegen zu wirken. Es stellt sich dabei auch die Frage WAS eine „gerechte“ Verteilung des Geldes wäre, wenn doch offenbar der sogenannte „freie“ Markt, nicht zu einer solchen führt.

     

    Einerseits soll jeder das Gleiche bekommen, andererseits wiederum den individuellen Bedürfnissen entsprechend, drittens entsprechend der Leistung belohnt werden, und viertens will man (vererbbares) Eigentum nicht allzu sehr antasten. In der Praxis findet zwischen den Kräften des freien Marktes und staatlichen Eingriffen ein Kompromiss statt, welcher nie völlig zur Zufriedenheit aller führt. Das Problem ist hier, dass Geld der dominierende Bewertungsmaßstab ist, Faktor für das soziale Prestige und Mittel zur Belohnung. Dies bringt eine Menge unproduktiver Arbeit mit sich, die dafür benötigt wird die Geldflüsse zu verwalten und zu kontrollieren.

     

    Weiters herrscht immer der Konkurrenzkampf um Geld (Finanzdienstleister, Werbung, Marketing, Buchhaltung, Preisverhandlungen, Verkauf, Steuer, kriminelle Aktionen und deren Verfolgung im Zusammenhang mit Geld seitens Exekutive und Judikative, Krieg, etc...). Die Mitglieder der Gesellschaft streben nach Geld und sollen dabei als Nebeneffekt etwas Gutes für die Gesellschaft leisten. Dabei aber schafft das Geld automatisch einen Interessenskonflikt und damit Misstrauen unter den Menschen.

     

    Durch den Wegfall des Geldes haben die Menschen eine völlig neue Motivation direkt etwas Gutes für ihre Mitmenschen und Umwelt zu tun. Die Belohnung dafür besteht aus hohem Ansehen, Anerkennung und Liebe durch die Mitmenschen, ohne dass diese für jeden Menschen wichtigen Werte durch Geld korrumpiert werden.

  • Und wer putzt dann das Klo?

    In der heutigen Marktwirtschaft liegt der Druck, solche Arbeiten zu machen, auf den sozial Schwachen, welche keine andere Wahl haben als die unangenehmsten Arbeiten für schlechte Bezahlung und damit verbundenem schlechten sozialen Prestige zu machen. Die beiden letztgenannten Aspekte, welche solche Arbeit unattraktiv machen, fallen in der Schenkökonomie schon mal weg. Weiters würde der Druck bei jenen liegen, welche diese Arbeiten überhaupt verursachen. Reinigungsarbeiten, welche z.B. heutzutage an Hauspersonal weiter delegiert werden, müssten somit jeweils selbst für den eigenen Haushalt durchgeführt werden.

     

    Manche durchaus verzichtbare Produkte und Dienstleistungen würden vermutlich verschwinden, so z.B. kurzlebiges Plastikspielzeug und Werbeartikel deren Herstellung mit monotoner und gesundheitsschädlicher Arbeit verbunden ist. Des Weiteren fallen ohnehin mindestens 50% sämtlicher derzeit benötigten Arbeiten weg, welche mit dem Verwalten von Geld zu tun haben. Der Innovationsdruck bestünde nicht nur darin, Produkte besser und profitabler zu machen, sondern auch den Produktionsprozess insofern zu optimieren, dass er möglichst keine Schäden bei Mensch und Umwelt verursacht, und die Arbeit daran Freude bereitet.

  • Muss ich dann immer freundlich sein, damit ich etwas geschenkt bekomme?

    Es gibt hier unter Anhängern der Schenkökonomie zwei Lösungsansätze:

     

    1) Die Produzierenden haben selbst keinen Einfluss darauf was mit ihren Gütern passiert. Der Schenkvorgang wird anonymisiert indem z.B. die Güter in einem Verteilungszentrum abgegeben werden (ähnlich wie heute ein Warenhaus, nur eben ohne Bezahlung) und die Konsumenten bedienen sich frei an allem was sie möchten. In diesem Fall braucht keine persönliche Beziehung zwischen Schenker und Beschenktem hergestellt werden.

     

    2) Die Produzierenden entscheiden selbst wem sie unter welchen Voraussetzungen etwas schenken. Der Schenkende kann z.B. als Kriterium heran ziehen welcher Konsument den dringendsten Bedarf an der Ware hat, und daher zuerst bedient werden sollte; oder möglicherweise zieht er in Betracht ob ein Konsument selbst sich bereits durch Leistungen verdient gemacht hat, oder entscheidend eben auch einfach Sympathie. Je nachdem mit welchem Aufwand die Ware zu produzieren ist, und ob es sich um eine Grundbedürfnis (wie Nahrung) oder ein Luxusprodukt handelt, wird der Schenkende vermutliche mehr oder weniger genau überprüfen ob er eine betreffende Person beschenken möchte oder nicht. Bei knappen Gütern könnte es im ersten Lösungsansatz passieren, dass manche Konsumenten sich als erstes und reichlich an dieser Ware bedienen, während andere später kommende leer ausgehen, obgleich sie vielleicht den dringenderen Bedarf hätten. Dies würde dann wieder legitimierte Personen erfordern, welche über die Verteilung der Waren entscheiden. Diese Personen wären allerdings in einer Machposition mit dem Potential zu Fehlentscheidungen und Missbrauch, wie wir es aus der Planwirtschaft kennen.

     

    Beim zweiten Lösungsansatz ist das Ventil für den Warenfluss eine Vielzahl von Produzierenden. Durch die persönliche Beziehung zwischen Schenker und Beschenktem entsteht zwar eine persönliche Abhängigkeit, andererseits aber gibt es eine Vielzahl an Ausweichmöglichkeiten auf andere Produzenten welche die gleiche Ware oder Dienstleistung anbieten, wenn es zwischen zwei Teilnehmern auf persönlicher Ebene nicht klappen sollte. Zudem können es sich Mitglieder der Gesellschaft zur Aufgabe machen als Mediatoren für Menschen die Schwierigkeiten haben soziale Kontakte auf zu bauen, den Zugang zu Schenkenden und zu Beschenkenden zu vermitteln.

     

    An sich steht es den freien Mitgliedern einer Schenkökonomie frei, entweder nach dem Modell des individuellen persönlichen Schenkens zu handeln, oder mit anderen zu vereinbaren, den Schenkvorgang anonymisiert erfolgen zu lassen.

  • Wie kann ich ohne Geld darauf vertrauen, dass ich die Dinge, die ich brauche, auch tatsächlich geschenkt bekomme?

    Eine 100% Garantie dafür kann es nie geben. Auch mit Geld nicht.

     

    In unserer heutigen Marktwirtschaft wird auch nur das produziert und weiter gegeben wofür am Markt ein Gewinn erzielbar ist. Solange ich innerhalb einer Marktwirtschaft zahlungsfähig bin, kann ich einigermaßen sicher sein, die benötigten Waren und Dienstleistungen kaufen zu können. Aber es ist innerhalb der Marktwirtschaft keineswegs garantiert, dass ich einen Arbeitsplatz oder Kunden für meine angebotenen Leistungen finde, um somit ein Zahlungsmittel erwerben zu können.

     

    Wenn also ein Bedürfnis über den Markt nicht befriedigt werden kann, so müssen sich Individuen finden, welche diesen andernfalls nicht gedeckten Bedarf erkennen und sich dafür engagieren wollen. Entweder unter Mitgliedern der Regierung (Sozialstaat), oder unter NGO´s und Privatpersonen. Gerade Letztere tun dies ohne finanziellen Anreiz aus innerem Antrieb. Und genau HIER kommen die Vorzüge der Schenkökonomie zu tragen: In unserer heutigen Marktwirtschaft können es sich die meisten Menschen nur sehr eingeschränkt leisten, unbezahlt für Dinge Zeit und Arbeit auf zu bringen, die jenseits des Marktes sinnvoll sind und anderen helfen. In der Schenkökonomie hat ein jeder uneingeschränkt die Möglichkeit, zu beobachten, wo Nachfrage nach einen Produkt oder einer Dienstleistung besteht, und kann diese schenken ohne dass dies auf Kosten der eigenen Konsummöglichkeiten ginge.

     

    Auch könnten es sich Menschen zur Aufgabe machen, zu recherchieren wo es Menschen gibt, die nicht so gut in der Lage sind, ihre Bedürfnisse zu artikulieren, um von potentiellen Schenkern ausreichend wahr genommen zu werden. Sie könnten dann als Vermittler agieren und Bedürftige und Schenker vernetzen.

  • Warum würde noch jemand arbeiten in der Schenkökonomie?

    Gegenfrage: Warum nicht? Warum sollte jemand, der in einer solidarischen Gemeinschaft lebt, sich unbedingt als asozialer Schmarotzer unbeliebt machen wollen? Prinzipiell liegt es in der Natur eines Menschen sich konstruktiv in die Gemeinschaft ein zu bringen um dafür Anerkennung und Liebe zu erhalten. In unserer heutigen Marktwirtschaft braucht man nichts für die Gemeinschaft tun um soziale Anerkennung zu erhalten. Es haben vor allem jene Menschen Bedeutung, die viel besitzen und viel konsumieren (egal wie sie zu ihrem Eigentum gekommen sind). In der Schenkökonomie ist Eigentum obsolet. Es werden jene geehrt und anerkannt, welche viel Gutes geben und tun.

     

    Zudem ist heutzutage mit „Arbeit“ meistens Lohnarbeit gemeint. Also eine Tätigkeit die zumeist weisungsgebunden und ohne inneren Antrieb im Austausch gegen Geld erfolgt. Es gibt aber auch Beispiele von Menschen die ihre Arbeit unabhängig von der Bezahlung gerne machen. Meistens sind dies Künstler, Sportler, Forscher, Sozial Tätiger bei NGO, etc… in jedem Fall aber Menschen welche ihre Arbeit selbstbestimmt ausführen. In der Schenkökonomie gäbe es keine weisungsgebundene Arbeit sondern jegliche Zusammenarbeit würde auf freiwilliger Vereinbarung beruhen. Somit wäre Arbeit weitaus emotional befriedigender als sie es heute für die meisten Menschen ist.

  • Wie wirkt sich die Schenkökonomie auf die Gleichstellung zwischen Frauen und Männern aus?

    Die historische Benachteiligung der Frauen kam vor allem mit der Erfindung von Geld und Eigentum:

     

    An sich sind Arbeiten, welche traditionell eher von Frauen ausgeübt wurden und werden, wie etwa Kinderbetreuung und Haushalt ebenso wichtig und wertvoll wie traditionell männliche, wie etwas Jagen, Fischen, Feldbearbeitung oder Handwerk. Das Machtgefälle kam erst zustande, als in der Marktwirtschaft die männlichen Tätigkeiten bezahlt wurden, die weiblichen jedoch nicht. Durch die Abhängigkeit von Geld und Eigentum wurde der Mann zum „Ernährer“ der Frau, und diese vom Manne völlig abhängig.

     

    Zwar haben Frauen mittlerweile rechtlich die gleichen Möglichkeiten einer bezahlten Arbeit nach zu gehen, und sind daher theoretisch gleichgestellt, dennoch wirken noch starke diskriminierende Faktoren aus der Geschichte nach. Die unbezahlte, aber gesellschaftlich immens wertvolle Arbeit, Kinder groß zu ziehen, wird nach wie vor de facto überwiegend von Frauen ausgeübt und gegenüber Erwerbsarbeit diskriminiert. Die Geringschätzung solcher Tätigkeiten in der Marktwirtschaft zeigt sich unter Anderem darin, dass Personen, welche erwerbsmäßig Kinder betreuen, am unteren Ende der Lohnskala stehen; weit schlechter bezahlt als z.B. jene, die Maschinen betreuen, oder auf dem Finanzmarkt mit Geld jonglieren.

     

    In einer Schenkökonomie hat jeder Mensch, egal welchen Geschlechts, die Möglichkeit einer sinnvollen Tätigkeit nach zu gehen, ob nun für die eigene Familie, oder Dienstleistungen für fremde Menschen. Die Bedürfnisse wären bei all diesen Tätigkeitsparten gleichermaßen gedeckt, und die Anerkennung von Arbeit und Person nicht an irgendeine Entlohnung gebunden.